Ein Urlaub in Franken

21:53 Uhr

Vor ein paar Monaten reifte bei meiner Mutter und mir der Gedanke, mal wieder zusammen in den Urlaub zu fahren.

Recht schnell kamen wir auf Franken, da wir da vor fast einem viertel Jahrhundert schon mal Urlaub gemacht haben.

Es muss im Herbst 2000 gewesen sein, denn Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir in Urlaub Big Brother geschaut haben, und sich mir dieses Bild von diesem Harry Schmidt in den Kopf gebrannt hat, wie er immer in diesem holzbottichartigen Whirlpool saß.

Nun gut. Das ist lange her.


Montag

Am Montag ging es zeitig los. Ich hatte, wie meistens vor so großen Unternehmungen, ziemlich schlecht geschlafen.

Ich hab meine restlichen Sachen gepackt, …

… einen Kaffee getrunken und fuhr los.

Als wir dann Mamas Sachen eingeladen hatten, fuhren wir noch kurz einkaufen und schon ging es ab auf die Autobahn.

Die Fahrt verlief ruhig und ohne Zwischenfälle.

Gegen 13 Uhr kamen wir an der Unterkunft. an.

Viel wollten wir dann an dem Tag nicht mehr machen. Unsere Aktivitäten beschränkten sich aufs Ausladen, ein Nickerchen machen und am Abend auf einen Abstecher zum Asiaten.

Gegen 20 Uhr waren wir, nach einer kleinen Spazierfahrt durch die Umgebung wieder zu Hause.


Dienstag

Der Dienstag startete mit Kaffee und Wurstbrot zum Frühstück.

Etwa gegen 13 Uhr fuhren wir los in Richtung Nürnberg. Dort stellten wir das Auto in ein Parkahaus uns bummelten ein wenig durch die Fussgängerzone.

Unterwegs gab es eine Rast in einem Cafe.

Ein belegtes Sandwich lud meine „Bummel-Reserven“ wieder auf.

Danach schlenderten wir weiter durch die sehr große Fussgängerzone…

… und machten uns gegen 18 Uhr auf den Heimweg um zu kochen.

Ich glaube, das war der Abend, an dem wir die von mir schon lange nicht mehr gegessenen Mamafrikadellen mit den Mamarahmkohlräbchen und dem Fertigpüree gegessen haben. Hmmm, war das lecker. So meine Kindheit…


Mittwoch

Ja, am Mittwoch haben wir wieder einmal, wie könnte es im Urlaub auch anderster sein, ausgeschlafen.

Leider waren diese Betten in der Ferienwohnung mal wieder nicht für so 180 Kilo Menschen wie den Philipp gemacht, so dass ich am Morgen zwischen den zwei Betteilen auf dem Boden wach wurde…

Für diesen Tag stand ein Ausflug in das DB Museum in Nürnberg auf dem Plan.

Gegen zwanzig vor eins waren wir vor Ort.

Meine Güte, ist das ein riesiges Museum. Dort kann man sich alles über die Geschichte der Eisenbahn in Deutschland ansehen. Sehr interessant!

Ich hab eine Menge Bilder gemacht. 145 Stück alleine in dem Museum, insgesamt in dem Urlaub ca. 340 Stück.

Die kann Ich hier natürlich nicht alle zeigen. Ich werd Sie aber die Tage mal irgendwann alle entwickeln lassen und in ein Album kleben. So ganz klassisch oldschool, wie früher. Mir fiel die Tage nämlich auf, dass aus den letzten 10 – 15 Jahren bei uns im Haushalt kaum Fotoabzüge existieren und dass alle möglichen Urlaube von mir oder Mama auf irgendwelchen Foto-CDs in irgendwelchen Schubladen oder auf irgendwelchen Computern oder Clouds herumfliegen, wo Sie meiner Meinung nach unsicherer aufbewahrt sind als in einem Fotoalbum, das Ich in die Hand nehmen kann. Daher will Ich das alles in den kommenden Monaten mal zusammensuchen, entwickeln lassen und einkleben…

Angeschlossen war auch ein kleines Kommunikationsmuseum. Ein grösseres ist in Berlin, da muss Ich auch irgendwann mal hin.

Auch sowas gehört zur Geschichte der Eisenbahn in Deutschland: Ein Bauzaun voller Protestplakate gegen Stuttgart 21.

Diese alten Seifenspender kenne Ich noch aus meiner Kindheit, aus den alten m-Wagen der Deutschen Bundesbahn. Das waren die, von denen man weiter oben ein Bild eines alten Interieurs finden kann, mit den roten Sitzen.

Nach etwa drei Stunden waren wir durch – im wahrsten Sinne des Wortes.

Alles in allem war das eine der tollsten Ideen des ganzen Urlaubs. Ein klasse Museum, das sich auf jeden Fall alle mal ansehen sollten die sich wie Ich hobbymässig für Eisenbahnen und Eisenbahntechnik bzw. Eisenbahngeschichte interessieren.

Nach so viel Laufarbeit waren wir müde und hungrig.

Mama schlug vor ins Bratwurst-Röslein zu gehen. Da wäre Sie schon mal gewesen als sie vor ein paar Jahren eine Busreise an den Altmühlsee gemacht habe und bei der es auch einen Abstecher nach Nürnberg gegeben habe.

Gesagt getan.

Dort gab es lecker deftig, zünftig fränkisches Essen.

Mama hatte ein paar Nürnberger mit Brezn und Ich einen Schweinebraten mit Kraut und Kloß.

Superlecker!

Gegen 18 Uhr fuhren wir wieder Richtung Ferienwohnung und verbrachten den restlichen Abend zu Hause.

Alles in allem ein sehr anstrengender Tag.


Donnerstag

Auch der Donnerstag begann mit ausschlafen und frühstücken.

Gegen 11:40 machten wir uns auf den Weg in Richtung Schwimmbad. Es ging ins Fürthermare in Fürth.

Es war das erste mal, dass Ich seit sieben oder acht Jahren mal wieder im Schwimmbad war.

Mann, ist das ein tolles Bad gewesen. Leider hab Ich keine Bilder gemacht, daher hier ein Fotos von der Internetseite des Schwimmbads.

Quelle: https:// www .fuerthermare.de/fileadmin/_processed_/8/c/csm_FM_A_Spassbad_01_2_f58edbe751.jpg
Quelle: https:// www .fuerthermare.de/fileadmin/_processed_/4/8/csm_Fuerthermare_Erlebnistherme_Therme_Kaskaden_Mood_d0b1e92770.jpg
Quelle: https:// www .fuerthermare.de/fileadmin/_processed_/8/9/csm_FM_A_Spassbad_16_602afb0d93.jpg
Quelle: https:// www .fuerthermare.de/fileadmin/_processed_/d/d/csm_Fuerthermare_Erlebnistherme_Aussenpool_Nacht_5412edfb65.jpg

Mann oh Mann, war das ein toller Tag. Ca. 9 Stunden war Ich fast ununterbrochen im Wasser. Nur einmal hab Ich mir eine Pause vom Badespass gegönnt und hab mir eine Currywurst mit Pommes reingezogen.

Wasserpilz, Wellenkanal, Warmbad im Freien, verschiedene Solebäder, Massageliegen, Whirlpool, usw.

Ich war einfach nicht mehr aus dem Wasser zu bekommen.

Ich muss mich wohl so lange im Chlor- und Salzwasser aufgehalten haben, dass mir am Folgetag die ganze Zeit die Beine juckten.

Ach ja, wie hab Ich das nur vermisst!

Leider ist mein Lieblingsschwimmbad hier in meiner Gegend, das Salinarium in Bad Dürkheim ausgerechnet in meinem Urlaub wegen Jahresrevision geschlossen. Aber wenn das wieder offen ist, will Ich da Samstags mal einen Abstecher hin machen…

Gegen 22 Uhr waren wir wieder zu Hause.

Ich gönnte mir noch eine Portion „Wasserkochernudeln“ (Instant-Ramen) und fiel müde, KO aber glücklich ins Bett.


Freitag

Auch am Freitag wurde ausgeschlafen.

Gegen 13 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Rothenburg.

Zehn nach zwei kamen wir dort an.

Unser erster Weg führte uns ins Kriminalmuseum.

Eine wirklich ausführliche Sammlung über die Geschichte der Verbrechensbekämpfung bzw. der Bestrafungsmethoden im Laufe der Jahrhunderte.

Alleine hier hab Ich um die 80 Bilder gemacht.

Hier nur eine kleine Auswahl.

James Bond Fans kennen dieses Gerät…

Im Museum blieben wir bis ca. halb fünf.

Danach gingen wir einen Kaffee trinken und Mama und gönnten uns einen „Schneeballen“, eine lokale Spezialität.

Schlussendlich schlenderten wir noch bis ca. 18 Uhr durch die Gassen…

… bevor es zurück ans Auto und heimwärts Richtung Ferienwohnung ging. Mann, was taten uns die Füsse weh…

Leider hab Ich es verpasst, mir den „Meistertrunk“ anzuschauen. Ich wusste nicht mehr dass das dort war, sondern dachte das hätten wir damals in Nürnberg gesehen als wir hier im Urlaub waren.

Der Meistertrunk, das ist so eine Uhr an einem Haus, bei dem irgendwie zur vollen Stunde da irgendwelche Figuren rausgefahren kommen, die dann dort irgend etwas machen.

Ich kann mich noch erinnern, dass als wir damals im Jahr 2000 dort gewesen waren, gerade eine riesen Busladung Asiaten mit der Kamera im Anschlag vor diesem Haus stand und darauf gewartet hat, dass diese beiden Figuren da aus dem Haus rauskommen, so dass Sie sie fotografieren konnten.

Und was machte mein Vater, der Schelm, fotografierte nicht die Figuren, sondern die hundert Asiaten mit der Kamera vor dem Gesicht. Das war ein Spass, als wir zu Hause die Urlaubsbilder gezeigt haben…

Zum Abschluss besichtigte Ich dann noch eine berühmt-berüchtigte örtliche Sehenswürdigkeit.

Gegen 19:30 Uhr waren wir dann wieder zu Hause und haben gekocht.


Samstag

Als wir am Freitag Abend zurück kamen liefern wir unserer Vermieterin über den Weg. Sie gab uns den Tipp doch mal bei der König-Otto-Tropfsteinhöhle in Velbert vorbeizuschauen.

Das fanden wir eine gute Idee. In so einer Tropfsteinhöhle war Ich schon Jahrzehnte nicht mehr gewesen, das letzte mal irgendwann in einem Schwarzwaldurlaub vor über 20 Jahren.

Gegen 12 Uhr fuhren wir los und kamen gegen 13:40 Uhr an.

Der Parkplatz ist etwas unterhalb der Höhle und man muss zuvor einen ziemlich steilen Hang hinaufkraxeln, bevor man an der Höhle ist.

Auch hier nur eine kleine Auswahl der vielen Bilder die Ich gemacht habe.

Danach gönnten wir uns noch einen Imbiss in der Hütte an der Höhle.

Gegen 15:50 Uhr machten wir uns ohne Autobahn auf den Rückweg und waren gegen 17:40 Uhr wieder an der Ferienwohnung.


Sonntag

An unserem letzten Urlaubstag haben wir überlegt ob wir noch was unternehmen sollen. Da wir aber um 10 Uhr schon aus der Ferienwohnung sein mussten, und die meisten Lokale da noch zu hatten entschieden wir und dafür, direkt nach Hause zu fahren.

Also packten wir unsere Koffer und kamen, auch dank einer LKW freien Autobahn am Sonntag, entspannt gegen 13 Uhr wieder in Kaiserslautern an.

Ich hatte dann die spontane Idee einen Abstecher ins Brauhaus an der Gartenschau zu machen.

Nach einer etwas länger dauernden Parkplatzsuche, es war gutes Wetter, in der Gartenschau sicher viel los, besiegelten wir unseren Urlaubsabschluss mit zwei sehr leckeren Rumpsteaks.

Hier der Leckerheitsbeweis:


Fazit

Ja, was kann ich zu diesem Urlaub sagen?

Er war auf jeden Fall schön und Ich hab viele schöne Eindrücke mit nach Hause genommen.

Auf jeden Fall hat mich der Schwimmbadbesuch bekräftigt das auch mal hier zu Hause öfter in meinen Alltag einzubauen. Mal hier vielleicht ins Monte Mare in Kaiserslautern, oder ins Miramar in Weinheim will Ich unbedingt mal fahren oder wie gesagt ins Salinarium in Bad Dürkheim, wenn es denn wieder offen hat.

Entgegen Mamas Befürchtungen gingen wir uns nicht gegenseitig auf die Nerven. Wir wussten uns auch am Abend mal in Ruhe zu lassen.

Alles in allem eine gelungene Woche!


Abrechnung

Hier noch die obligatorische Urlaubsabrechnung, diesmal aufgeteilt in die Urlaubsgesamtkosten und die Kosten Pro Kopf, da Ich mit meiner Mutter vereinbart habe, dass wir abwechselnd zahlen und am Ende wir dann genau halbe halbe machen.

Gesamt:
Unterkunft: 540
Einkauf: 81,70
Essen gehen: 202
Parken: 25
Aktivitäten: 94
Imbiss: 18,70
Kaffee trinken: 60,70
Tanken: 109,33

Summe: 1131,43

Einzeln:
Unterkunft: 270
Einkauf: 40,58
Essen gehen: 101
Parken: 12,5
Aktivitäten: 47
Imbiss: 9,35
Kaffee trinken: 30,35
Tanken: 54,66

Summe: 565,715

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