Gedicht
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Deutschland, ein Wintermärchen: Caput 20
Von Harburg fuhr ich in einer Stund‘ Nach Hamburg. Es war schon Abend. Die Sterne am Himmel grüßten mich, Die Luft war lind und labend. Und als ich zu meiner Frau Mutter kam, Erschrak sie fast vor Freude; Sie rief:… Continue reading
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Deutschland, ein Wintermärchen: Caput 19
Oh, Danton, du hast dich sehr geirrt Und mußtest den Irrtum büßen! Mitnehmen kann man das Vaterland An den Sohlen, an den Füßen. Das halbe Fürstentum Bückeburg Blieb mir an den Stiefeln kleben; So lehmichte Wege habe ich wohl Noch… Continue reading
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Deutschland, ein Wintermärchen: Caput 18
Minden ist eine feste Burg, Hat gute Wehr und Waffen! Mit preußischen Festungen hab ich jedoch Nicht gerne was zu schaffen. Wir kamen dort an zur Abendzeit. Die Planken der Zugbrück‘ stöhnten So schaurig, als wir hinübergerollt; Die dunklen Gräben… Continue reading
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Deutschland, ein Wintermärchen: Caput 17
Ich habe mich mit dem Kaiser gezankt Im Traum, im Traum versteht sich – Im wachenden Zustand sprechen wir nicht Mit Fürsten so widersetzig. Nur träumend, im idealen Traum, Wagt ihnen der Deutsche zu sagen Die deutsche Meinung, die er… Continue reading
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Deutschland, ein Wintermärchen: Caput 16
Das Stoßen des Wagens weckte mich auf, Doch sanken die Augenlider Bald wieder zu, und ich entschlief Und träumte vom Rotbart wieder. Ging wieder schwatzend mit ihm herum Durch alle die hallenden Säle; Er frug mich dies, er frug mich… Continue reading
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Deutschland, ein Wintermärchen: Caput 15
Ein feiner Regen prickelt herab, Eiskalt, wie Nähnadelspitzen. Die Pferde bewegen traurig den Schwanz, Sie waten im Kot und schwitzen. Der Postillion stößt in sein Horn, Ich kenne das alte Getute – Bisher erschienen: [tec-postlist catname=“deutschland-ein-wintermarchen“ order=“asc“] Continue reading
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Wazwab
Hier noch ein kleines Fundstück aus den Tiefen meines Mailaccounts. Dieses Gedicht haben wir mal in der 10. Klasse gelernt. Du nicht Wazwab kennen? Nein? Nein! Armes Herr Gesangsverein! Wazwab großes Musizent Spielen jedes Instrument! Für ein Schnaps und freies… Continue reading
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Ein kleines Mittagspausenschmankerl
Hier eine kleine Erinnerung an meine Kindheitstage. Mein Vater hatte mir das Gedicht damals mal beigebracht. Dunkel war’s, der Mond schien helle, grün war die beschneite Flur, als ein Wagen blitzeschnelle, langsam um die runde Ecke fuhr. Drinnen saßen… Continue reading
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Deutschland, ein Wintermärchen: Caput 14
Ein feuchter Wind, ein kahles Land, Die Chaise wackelt im Schlamme; Doch singt es und klingt es in meinem Gemüt: Bisher erschienen: [tec-postlist catname=“deutschland-ein-wintermarchen“ order=“asc“] Continue reading
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Deutschland, ein Wintermärchen: Caput 13
Die Sonne ging auf bei Paderborn, Mit sehr verdroßner Gebärde. Sie treibt in der Tat ein verdrießlich Geschäft – Beleuchten die dumme Erde! Hat sie die eine Seite erhellt, Und bringt sie mit strahlender Eile Der andern ihr Licht, so… Continue reading