Weihnachten
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Deutschland, ein Wintermärchen Caput 21 (Neuveröffentlichung)
12:00 Uhr CAPUT XXI Die Stadt, zur Hälfte abgebrannt, Wird aufgebaut allmählich; Wie ’n Pudel, der halb geschoren ist, Sieht Hamburg aus, trübselig. Gar manche Gassen fehlen mir, Die ich nur ungern vermisse – Wo ist das Haus, wo ich… Continue reading
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Deutschland, ein Wintermärchen Caput 20 (Neuveröffentlichung)
12:00 CAPUT XX Von Harburg fuhr ich in einer Stund‘ Nach Hamburg. Es war schon Abend. Die Sterne am Himmel grüßten mich, Die Luft war lind und labend. Und als ich zu meiner Frau Mutter kam, Erschrak sie fast vor… Continue reading
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Deutschland, ein Wintermärchen Caput 19 (Neuveröffentlichung)
12:00 Uhr CAPUT XIX Oh, Danton, du hast dich sehr geirrt Und mußtest den Irrtum büßen! Mitnehmen kann man das Vaterland An den Sohlen, an den Füßen. Das halbe Fürstentum Bückeburg Blieb mir an den Stiefeln kleben; So lehmichte Wege… Continue reading
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Deutschland, ein Wintermärchen Caput 18 (Neuveröffentlichung)
12:00 Uhr CAPUT XVIII Minden ist eine feste Burg, Hat gute Wehr und Waffen! Mit preußischen Festungen hab ich jedoch Nicht gerne was zu schaffen. Wir kamen dort an zur Abendzeit. Die Planken der Zugbrück‘ stöhnten So schaurig, als wir… Continue reading
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Deutschland, ein Wintermärchen Caput 17 (Neuveröffentlichung)
12:00 Uhr CAPUT XVII Ich habe mich mit dem Kaiser gezankt Im Traum, im Traum versteht sich – Im wachenden Zustand sprechen wir nicht Mit Fürsten so widersetzig. Nur träumend, im idealen Traum, Wagt ihnen der Deutsche zu sagen Die… Continue reading
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Deutschland, ein Wintermärchen Caput 16 (Neuveröffentlichung)
CAPUT XVI Das Stoßen des Wagens weckte mich auf, Doch sanken die Augenlider Bald wieder zu, und ich entschlief Und träumte vom Rotbart wieder. Ging wieder schwatzend mit ihm herum Durch alle die hallenden Säle; Er frug mich dies, er… Continue reading
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Deutschland, ein Wintermärchen Caput 15 (Neuveröffentlichung)
CAPUT XV Ein feiner Regen prickelt herab, Eiskalt, wie Nähnadelspitzen. Die Pferde bewegen traurig den Schwanz, Sie waten im Kot und schwitzen. Der Postillion stößt in sein Horn, Ich kenne das alte Getute, »Es reiten drei Reiter zum Tor hinaus!«… Continue reading
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Deutschland, ein Wintermärchen Caput 14 (Neuveröffentlichung)
CAPUT XIV Ein feuchter Wind, ein kahles Land, Die Chaise wackelt im Schlamme; Doch singt es und klingt es in meinem Gemüt: »Sonne, du klagende Flamme!« Das ist der Schlußreim des alten Lieds, Das oft meine Amme gesungen – »Sonne,… Continue reading
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Deutschland, ein Wintermärchen Caput 13 (Neuveröffentlichung)
CAPUT XIII Die Sonne ging auf bei Paderborn, Mit sehr verdroßner Gebärde. Sie treibt in der Tat ein verdrießlich Geschäft – Beleuchten die dumme Erde! Hat sie die eine Seite erhellt, Und bringt sie mit strahlender Eile Der andern ihr… Continue reading
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Deutschland, ein Wintermärchen Caput 12 (Neuveröffentlichung)
CAPUT XII Im nächtlichen Walde humpelt dahin Die Chaise. Da kracht es plötzlich – Ein Rad ging los. Wir halten still. Das ist nicht sehr ergötzlich. Der Postillion steigt ab und eilt Ins Dorf, und ich verweile Um Mitternacht allein… Continue reading