Pälzer Grumbeersupp fascht wie vun de Oma (Pfälzer Kartoffelsuppe fast wie von der Oma)

Als ich Kind war, sind wir ja jahrelang in den Sommerferien in den Schwarzwald in den Urlaub gefahren.

Damals (TM), als es noch keine Handys gab, ist man dann immer zu der gelben Telefonzelle im Ort gefahren (Wenn Ihr so alt seit wie Ich, kennt Ihr noch genau diesen Geruch, den diese Telefonzellen innen haten, nach kaltem, abgestandenem Zigarettenrauch und Urin. Ha ja, so meine Kindheit…) um die Oma zu Hause anzurufen.

Und wenn die Oma dann gefragt hat, was ich mir denn wünsche, was sie denn kochen soll wenn wir wieder zurück kommen, hab ich mir meistens gewünscht, dass sie „Grumbeersupp un Quetschekuche“ macht, also Kartoffelsuppe und als Beilage dazu einen Pflaumenkuchen. Jetzt wird sich der eine oder andere Fragen: Wie kann man denn einen süßen Kuchen zu einer herzhaften Suppe als Beilage essen (Ja, wir in der Pfalz essen den Zwetschgenkuchen tatsächlich als „Beilage“ zur Suppe dazu. Also ein Löffel Suppe und dann direkt vom Kuchen abbeißen. Nicht zuerst die Suppe essen und den Kuchen hinterher.). Nun ja, andererseits haben uns die Leute, bei denen wir im Schwarzwald immer zu Gast waren, als wir Urlaub gemacht haben auch gefragt, wie man denn auf die Idee kommen könnte, den Magen eines Schweins zu füllen, ihn zu garen, in Scheiben zu schneiden zu braten und das Ganze dann als Saumagen zu vermarkten, bis sie es mal probiert hatten und zu der Überzeugung gekommen sind, dass es doch ganz lecker ist.

Nun, einen Zwetschgenkuchen, also einen Quetschekuche, hab Ich heute nicht gemacht, das war mit zu viel Arbeit, aber an der Grumbeersupp, der Kartoffelsuppe hab Ich mich mal versucht.

Ich hab mir mal ein Rezept aus dem Internet gesucht, das Ich ein wenig abgewandelt habe, und weil das so dermaßen lecker war und fast so gut, wie bei meiner Oma damals in meiner Kindheit war, muss Ich das Rezept doch direkt mit euch hier teilen!

Zutaten

  • 2,5 Kilo Kartoffeln
  • Drei Bund und Suppengrün
  • 6-7 große Zwiebeln
  • Zweieinhalb Liter Fleischbrühe
  • 500 g Speck
  • Öl
  • Majoran
  • ganzer Kümmel

Zubereitung:

Kartoffeln schälen und würfeln.

Karotten und Sellerie schälen und im Häcksler klein machen.

Zwiebeln würfeln.

Lauch in Ringe schneiden.

Kartoffeln ganz leicht anbraten, so dass sie nicht braun werden und in den Topf geben.

Lauch leicht anbraten und in den Topf geben.

Karotten und Sellerie mischen, leicht anbraten und in den Topf geben.

Die Hälfte der Zwiebeln leicht anbraten und in den Topf geben die andere Hälfte beiseite stellen.

Fleischbrühe in den Topf geben und aufkochen.

Eine halbe Stunde kochen, bis die Kartoffeln weich sind.

Die restlichen Zwiebeln und den Speck in einer Pfanne anbraten, bis es Farbe bekommt.

Wenn die Kartoffeln weich gekocht, sind die Suppe pürieren und die Speck-Zwiebeln hineingeben.

Wenn die Suppe zu dick ist, noch mehr Brühe dazugeben.

Mit Majoran, Kümmel, Salz und Pfeffer würzen.

Mmmmmmmh… war das lecker! Ich hätte mich hineinsetzen können!

Ganz so wie bei Oma damals hat es noch nicht geschmeckt, aber Ich werde daran arbeiten.

Vielleicht hätte Ich eine Spur mehr Majoran und Kümmel hinzufügen müssen. Ich weiss es nicht. Schau mer mal….

Das Rezept ist sehr aufwendig, Ich hab ca. 3 Stunden dafür gebraucht da weiss man erst zu schätzen, wie Oma sich damals ins Zeug legen musste, um und nach dem Urlaub so ein leckeres Essen auf den Tisch zu stellen. Den Zwetschgenkuchen hat sich sicher am Vortag gemacht und der war sicher auch nicht wenig Arbeit.

Das Rezept werd Ich vielleicht im Herbst mal ausprobieren, wenn Zwetschgenzeit ist…

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