Würzfleisch

Ich hab ja von Februar 2014 bis Herbst 2021 in Dresden gewohnt. Dort hab Ich auch die eine oder andere Leckerei kennengelernt, die es hier so nicht gibt.

Ein Rezept ist mir besonders in Erinnerung geblieben, nämlich ein Klassiker der DDR Küche: Das Würzfleisch.

Würzfleisch ist so eine Art „Billig-Ragout Fin“ (nicht abwertend gemeint) bei dem man statt Kalbfleisch Hähnchen oder Schwein nimmt. Es wird entweder mit Käse gratiniert, oft als Vorspeise oder als Speise von der kleinen Karte serviert oder ohne es mit Käse zu überbacken auch als Beilage z. B. zum Steak auf four gereicht.

Und weil das so lecker war und Ich das seitdem Ich von Dresden wieder weggezogen bin nicht mehr gegessen habe, dachte Ich mir: Lad doch Mama ein und koch das mal!

Gesagt getan!

Hier ist also das Rezept, das Ich dazu verwendet habe:

Zutaten

  • 1,2 kg Schweinefleisch, Schulter oder Nacken, Alternative: Pute oder Hähnchen
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Lorbeerblätter
  • 5 Pimentkörner
  • 2 Nelken
  • 80 g Butter
  • 80 g Mehl
  • Salz
  • 1 Zitrone
  • 250 g Geriebener Käse, junger Gouda
  • Worcestersauce
  • Weißbrot oder Toastbrot

Zubereitung:

Fleisch in den Topf geben und 1,5 l Wasser dazu, das Fleisch muss ganz bedeckt sein.

Zwiebel schälen und in grobe Blätter schneiden.

Zwiebeln mit Lorbeer, Nelken, Piment und 1 TL Salz in den Topf geben.

1 h abgedeckt köcheln lassen.

Wenn das Fleisch zart ist, Fleisch herausnehmen und abkühlen lassen. 

Sud abseihen.

Backofen auf 180 Grad Grillfunktion vorheizen. 

Butter in einem Topf schmelzen und mit dem Mehl eine Einbrenn machen.

1 L vom Sud zugeben, einrühren und aufkochen. 

Restlichen Sud zugeben und umrühren. 

Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. 

Fleisch kleinwürfeln, in die Sauce geben und einmal aufkochen. 

Fleisch in feuerfeste Form füllen, mit Käse bestreuen und ca. 20 Minuten in Ofen überbacken. 

Mit getoastetem Toastbrot, Zitronensaft und Worcester zum selberwürzen servieren. 

Hinweise: 

Man kann Fleisch aus der Schweineschulter oder dem Rücken nehmen, weil es zwar Mager ist aber trotzdem Zart wird. Nacken ist nicht jedermanns Sache, schmeckt aber auch. 

Nach Geschmack können auch Champignons mitgekocht werden. 

Gerne ordentlich viele Gewürze nehmen, hier nicht sparen. Das Gericht heisst nicht umsonst Würzfleisch. 

Lecker war das kann Ich euch sagen!

Und Mama hat es auch geschmeckt!

Viel Spass beim nachkochen!

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